Aeham Ahmad – Der Pianist aus den Trümmern – Und die Vögel werden singen

MeRz Theater Hannover

Beitrag Portrait A. Ahmad
Beitrag Portrait A. Ahmad

Zur Person und zur Geschichte von Aeham Ahmad

Er ist Ende der 80-er in einem Vorort von Syriens Hauptstadt, Damaskus (Yarmouk), zur Welt gekommen. Seinem blinden Vater lag viel am musikalischen Talent seines Sohnes, das er schon sehr früh gefördert hatte. So konnte Aeham schon als Siebenjähriger am Arabischen Institut in Damaskus Klavierunterricht erhalten. Später studierte er Musikpädagogik in Homs.

Dann, ab Sommer 2013, wurde Yarmouk belagert und der Ort wurde von der Außenwelt hermetisch abgeriegelt, so dass die Menschen dort Hunger litten. Trotz des Hungers und der immerwährenden Schüsse, trotz Armut und Ruinen, trotz aller Hoffnungslosigkeit und wider aller Wahrscheinlichkeit schob er sein verstimmtes Klavier auf die Straße und spielte vor der traurigen Kulisse zerstörter Häuser und Straßen, spielte gegen den aufkommenden Pessimismus und um seine Überzeugung zu verbreiten, dass Musik in allen Lebenslagen, sogar in den Aussichtslosesten, helfen kann. Die Bilder und Aufnahmen über den Pianisten aus den Trümmern gingen um die Welt und er wurde auf einmal überall bekannt. Er spielte weiter, er komponierte Lieder mitten im Krieg und sang sie, mal allein, mal mit Freunden, mal mit Kindern oder für Kinder, um Sinn in der Sinnlosigkeit zu schaffen und Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit zu erlangen.

Nach einer langen Leidensgeschichte gelang es ihm, nach Deutschland zu flüchten und ein Jahr später konnte er auch seine Frau und seine beiden kleinen Söhne nachholen. Heute lebt er in Hessens Hauptstadt, Wiesbaden und gibt zahlreiche Konzerte innerhalb Deutschlands und in ganz Europa. Seine Autobiografie „Und die Vögel werden singen“ erschien im Oktober 2017 zur Internationalen Frankfurter Buchmesse und wurde ein großer Erfolg. Seitdem wurde das Buch in mehrere Sprachen übersetzt.

Zur Vorstellung

Das Konzert des palästinensisch-syrischen Pianisten wird unter Mitwirkung von Barbara Schiller von stART international veranstaltet, mit einer Einführung über die Bedeutung von Kunst in der internationalen Nothilfe und mit Lesungen von Texten zur Musik.

Es wird von Heinz Schimmel eine eurythmische Choreografie vorgeführt, begleitet durch Improvisationen am Klavier von Aeham Ahmad.

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